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02.März 2020

 

Witwe Marion klärt auf: Das passiert jetzt mit dem Hof von Jan Fedder

 

Marion Fedder, die Frau des beliebten Hamburger Schauspielers Jan Fedder, spricht nun Klartext mit Blick auf den Bauernhof ihres verstorbenen Mannes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles bleibt beim Alten und der Bauernhof wird weiterhin ausschließlich privat genutzt", so die 54-Jährige in der „shz". Ihr Mann habe vor seinem Tod genau darüber verfügt, was mit dem Bauernhof geschehen solle. 

 

Der Bauernhof in Ecklak (Schleswig-Holstein) war seit 1993 im Besitz des Schauspielers – hier ging Jan Fedder seiner großen Sammelleidenschaft für Oldtimer, Nippes und Requisiten nach. Witwe Marion stellt klar, dass es weder eine Versteigerung der Sammlung, noch ein Museum in dem Hof geben wird. 

 

„Mein Mann hat über Jahre mit Freude Zeit auf seinem Bauernhof verbracht und hatte dort sein Rückzugsgebiet gefunden. Er liebte die Ruhe, den Blick in die Ferne und konnte dort auftanken für seine Dreharbeiten", so die Witwe in der „shz".

 

Am 30. Dezember starb der „Dirk Matthies"-Schauspieler allein in seiner Wohnung in Hamburg. Zu der Trauerfeier im Hamburger Michel kamen rund 2000 Gäste, darunter viele Prominente. Und auch seine Fans nahmen Abschied von ihrem Idol, als der Trauerkonvoi über den Kiez fuhr. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof fand Jan Fedder schließlich seine letzte Ruhestätte.

 

© Worldnews

                   

18.Januar 2020

 

Jan Fedder auf Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt

 

Der verstorbene Schauspieler Jan Fedder wurde am Donnerstag auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt. Dies wurde von einer Sprecherin der Agentur für die Trauerfeier bestätigt. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Informationen wurde Jan Fedder in einem Patengrab beigesetzt. Es wurde von einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Hamburg gegründet und ist so alt wie der Friedhof selbst. Das alte Kreuz Denkmal stammt aus dem Jahr 1899.

 

Das Grab schien genau das zu sein, was Jan Fedder wollte: ein großes Denkmal auf einem Sockel mit einem Kreuz, wo sich die Trauernde vorbeugt und die Arme öffnet. Daneben gibt es ein paar Palmblätter.

 

Das Denkmal wurde vom Bildhauer Xaver Arnold geschaffen und gehörte einst einem Hamburger Kaufmann. Fedders ruhige Stadt liegt unter schattenspendenden alten Bäumen und hat den antiken Charme, den Fedder so sehr schätzte… „Nur nichts Neues von der Stange. Ich möchte immer eine Geschichte darüber “, lautete seine Maxime

Familie, Freunde und Fans hatten sich am Dienstag mit einer großen Trauerfeier im Hamburger  Michel vom beliebten Schauspieler verabschiedet. Fedder, der in St. Pauli aufgewachsen war, hatte sich eine Trauerfeier in Michel gewünscht. Er starb am 30. Dezember im Alter von 64 Jahren in Hamburg an Krebs. Am 14. Januar, dem Tag seiner Trauerfeier, wäre er 65 Jahre alt geworden.

 

Fedder spielte 28 Jahre lang den Hamburger Polizeibeamten Dirk Matthies in der ARD-Serie "Großstadtrevier", der für Recht und Ordnung in der Nachbarschaft sorgte. Mit einer unverwechselbaren Stimme und Akzent machte Fedder norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen.

 

Er prägte auch die Serie "Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann. Er drehte auch vier Siegfried Lenz-Filme und den Film "Das Boot".

 

© Worldnews

                   

15.Januar 2020

 

Hamburg nimmt Abschied von Jan Fedder

 

Hamburg hat sich vor Jan Fedder verneigt: Familie, Freunde, Freundinnen und Fans nahmen am Dienstag im Michel Abschied von dem norddeutschen Urgestein. Michel-Hauptpastor Alexander Röder führte durch den geistlichen Teil des Gottesdienstes.

 

Er lobte Fedders "großes Herz und seinen Sinn für Gerechtigkeit". "Jan Fedder war in seinen Rollen gerade darum ein Sympathieträger, weil er nicht makellos war und nicht glatt und geschliffen redete", sagte Röder. Fedder sei ein Kind des Stadtteils St. Pauli mit seinem schillernden Leben auf dem Kiez, aber auch seinen Traditionen gewesen. "Dazu gehört auch sein Glaube", so der Pastor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewegende Worte von Marion Fedder

 

Mit einer sehr bewegenden Trauerrede verabschiedete Marion Fedder sich von ihrem Mann. "Mein geliebter Jan, das ist der schwerste Gang, den ich je machen musste. Du warst meine Familie, mein Mann, mein Fels, mein engster Vertrauter, mein alles", sagte sie.

 

Es werde nie wieder jemanden geben wie ihn. Jan und Marion Fedder hatten vor 20 Jahren im Michel geheiratet. Dass sie ihn hier heute beerdigen müsse, tue ihr unendlich weh, so die Witwe. Sein Platz in ihrem Herzen werde auf ewig mit Liebe gefüllt sein. "Nun muss ich dich auf deine letzte Reise schicken, einmal noch über die Reeperbahn - das hast Du dir gewünscht", sagte Marion Fedder. "Mein geliebter Jan, schlaf gut", sagte sie zum Schluss.

 

Auch der ehemalige NDR Intendant Lutz Marmor, der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, und Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hielten Reden. Jan Fedder habe mit seiner unnachahmlichen norddeutschen Art für viele Menschen weit über Hamburg hinaus "ein Stück Heimat" dargestellt, sagte Marmor.

Moderator Jörg Pilawa

"Er ist ein Riesen-Herzensmensch gewesen. Warm. Und das strahlt er weit über Hamburg hinaus aus. Und deswegen ist er für Hamburg unglaublich wichtig und hinterlässt eine riesige Lücke. Er war der letzte Volksschauspieler. (...) Das ist ein Stück Hamburg, was da gestorben ist."

 

"Child in Time" im Michel, Trauerzug auf der Reeperbahn

 

Der Michel klang während der Trauerfeier anders als sonst: Mit dem Deep-Purple-Song "Child in Time" und "Knocking On Heavens Door" von Bob Dylan wurden unter anderem auch Musikwünsche von Jan Fedder selbst gespielt. Auch der Hamburger Klassiker "An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband" erklang. Zum Auszug spielte Michel-Organist Manuel Gera die Titelmelodie der Serie "Großstadtrevier".

 

Nach der Trauerfeier trugen sechs Polizisten den Sarg zum Leichenwagen, der anschließend über die Reeperbahn weitertransportiert wurde. Auf der Reeperbahn erwiesen viele Fans Fedder die letzte Ehre.

 

Der Schauspieler, der auf St. Pauli aufgewachsen ist, war am 30. Dezember in Hamburg gestorben. Er hatte sich eine Trauerfeier im Michel gewünscht - hier war er getauft und konfirmiert worden und hatte 2000 seine Ehefrau Marion geheiratet.

 

Weggefährten nehmen Abschied

 

Zu der Trauerfeier kamen viele Prominente, darunter Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), TV-Koch Tim Mälzer, die Schauspieler Uschi Glas, Ben Becker, Michaela May und Axel Milberg, die Moderatoren Judith Rakers, Carlo von Tiedemann, Jörg Pilawa und Hugo Egon Balder sowie die Sänger Sasha, Klaus Meine und HP Baxxter.

 

Ebenso nahmen die Kollegen und Kolleginnen vom "Großstadtrevier" Abschied - nebst Truck Stop, deren Titelsong "Wenn der Schutzmann ums Eck kommt" die Kultserie seit 1986 begleitet. Mit Martin Semmelrogge, Martin May, Claude Oliver Rudolf und Heinz Hönig erwies auch die Besetzung von "Das Boot" dem einstigen Weggefährten ihre Treue sowie die Kollegen der NDR Serie "Neues aus Büttenwarder".

 

Schwarze Flaggen und roter Teppich

 

Die Elbschiffe flaggten schwarz auf Halbmast und ließen ihre Schiffshörner erklingen, Taxi-Zentralen ließen schwarze Fahnen wehen. Bereits am Vormittag war im Eingangsbereich des Michels ein roter Teppich ausgerollt worden. Der Norddeutsche Rundfunk übertrug die Trauerfeier live im NDR Fernsehen, bei NDR.de und in der NDR Hamburg App, sowie auch auf einer Großbildleinwand auf dem Kirchplatz. Einen kompletten Mitschnitt der Feier finden Sie später ebenfalls auf dieser Seite.

 

Kondolenzbuch liegt in der Davidwache

 

Noch bis Dienstagabend lag in der Davidwache auf St. Pauli ein Kondolenzbuch aus, in das sich neben Bürgermeister Tschentscher bereits Hunderte Menschen eingetragen haben. Auch online können Sie Ihre Gedanken an Jan Fedder in einem Kondolenzbuch niederschreiben.

 

Fedder wäre am 14. Januar 65 Jahre alt geworden. Er war 2012 an Krebs erkrankt und hatte seit Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach Medienberichten soll Fedder in den nächsten Tagen auf dem Friedhof Ohlsdorf im engsten Familienkreis beigesetzt werden.

 

Der Schauspieler hatte mit unverwechselbarer Stimme und Akzent norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen gemacht. Neben dem "Großstadtrevier" drückte er auch der Serie "Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann seinen Stempel auf. Außerdem stand er für vier Siegfried-Lenz-Literaturverfilmungen vor der Kamera.

 

© NDR

 

 

03.Januar 2020

 

Trauerfeier für Jan Fedder im Hamburger Michel

 

Für Schauspieler Jan Fedder wird es am 14. Januar eine Trauerfeier im Hamburger Michel geben. Das teilte eine Sprecherin der St. Michaelis-Kirche am Donnerstag mit. An diesem Tag wäre der beliebte Fernsehstar 65 Jahre alt geworden. Er war am Montagabend in seiner Wohnung in Hamburg gestorben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fedder hatte sich zu Lebenszeiten eine Trauerfeier im Hamburger Michel gewünscht. In der Talksendung "Reinhold Beckmann trifft..." antwortete er im Sommer 2018 auf die Frage, ob seine Trauerfeier im Michel stattfinden soll: "Logisch. Wo denn sonst?" Fedder wurde in der Kirche getauft, konfirmiert und getraut.

 

Auch die Musik habe er schon ausgesucht, sagte er in der Sendung. Was Überraschendes, genau wie bei seiner Hochzeit. Damals wollte er den Deep-Purple-Hit "Child in time" hören, aber der Organist habe sich geweigert, deshalb habe ein russischer Musiker den Song gespielt.

 

Wahrscheinlich wird Michel-Hauptpastor Alexander Röder auf der Trauerfeier sprechen. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

 

Fedder litt an einer Krebserkrankung und hatte sich zuletzt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Einem Millionenpublikum bekannt war er unter anderem aus zwei NDR Fernsehserien: als Dirk Matthies, ein Polizist mit Herz und Kodderschnauze, war er ab 1992 im Großstadtrevier zu sehen. In Neues aus Büttenwarder bewies er komödiantisches Talent als bräsiger Bauer Kurt Brakelmann an der Seite von Peter Heinrich Brix.

 

Jan Fedder kam 1955 in Hamburg zur Welt, wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in St. Pauli auf. Mit sieben Jahren sang Fedder als Knabensopran im Chor des Hamburger Michel. Seine erste große Rolle war 1981 die des Pilgrim im Film "Das Boot". Eine weitere maritime Rolle brachte ihm 2006 einen Deutschen Fernsehpreis ein: seine Darstellung eines alternden Tauchers in "Der Mann im Strom", der Verfilmung des Romans von Siegfried Lenz.

 

Fedders Ehefrau Marion sagte einmal über ihn: "Er braucht sich fast gar nicht auf Rollen vorzubereiten. Es dauert zwei, drei Tage, dann ist er die Rolle. Das geht ganz schnell.

 

"Über die Social-Media-Kanäle des NDR gingen Tausende Beileidsbekundungen von Nutzerinnen und Nutzern ein. Viele Menschen stellten Trauerkerzen vor Fedders Wohnung auf St. Pauli auf.

 

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher würdigte Fedder als eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Hansestadt. Mit ihm sei ein Hamburger Original gestorben, so der Regierungschef. Tschentschers Stellvertreterin Katharina Fegebank schrieb: "Das macht mich traurig." Jan Fedder habe das Besondere an Hamburg und Norddeutschland, den Menschen und ihren Geschichten auf wunderbare Weise mit rauem Charme in seinen Rollen und als Hamburger Original verkörpert. "Tschüß, mach's gut, Jan Fedder.

 

"NDR Intendant Lutz Marmor sagte: "Ich bin traurig. Jan Fedder war ein Norddeutscher durch und durch: ehrlich, echt, direkt, manchmal raubeinig, aber im Kern herzlich. Ein echter Volksschauspieler. Er verkörperte verschmitzte Typen genauso überzeugend wie melancholische und wortkarge Menschen." Der NDR habe Jan Fedder viel zu verdanken, die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten ihn geliebt. "Der Tod dieses einzigartigen Schauspielers hinterlässt eine große Lücke. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner Frau", sagte Marmor.

 

Hollywood-Schauspieler Jürgen Prochnow spielte an Fedders Seite im Kinoklassiker "Das Boot". Er schrieb: "Das ist eine wirklich traurige Nachricht zum Jahresende, ich bin sehr betroffen von Jans frühem Tod. Ich hätte ihm noch viele Lebensjahre gewünscht und durch die Zusammenarbeit beim 'Boot' wird er immer in meinem Herzen bleiben."

 

© NDR

02.September 2018

 

1540 Die Jahrtausenddürre

Das Jahr 1540 war in jederlei Hinsicht ein Jahrtausendjahr. Mitten in der kleinen Eiszeit erfasste den gesamten europäischen Kontinent eine gigantische Dürre, wie sie weder zuvor, noch jemals danach erfasst bzw. gemessen worden ist. Eine 30 köpfige Forschergruppe veröffentlichte im Jahre 2014 das Untersuchungsergebnis, nachdem mehr als 300 Quellen gesichtet und ausgewertet worden sind. Die Dürre begann im Februar 1540, und endete im Dezember 1540.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstaunlicherweise können die leistungsstarken Rechner der Wetterdienste diese Katastrophe nicht nachvollziehen und scheitern beim Versuch einer Rekonstruktion.

Die Auswertungen über das Katastrophen-Jahr lassen schlimmes befürchten. Man geht davon aus, dass die rekonstruierten Temperaturen des Jahres 1540  den Rekord-Sommer 2003 ziemlich blass aussehen lassen. Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass Temperaturen, Hitze, Dürre einmalig sind.

Ein sich selbstverstärkender (Albedo-) Effekt sorgte dafür, dass sich die Temperaturen immer weiter erhöhten und die 40 Grad-Marke wohl bei weitem übertrafen. Es gab dreimal soviele Hitzetage mit (30 Grad Celsius und mehr) als zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Erster nennenswerter Niederschlag fiel erst wieder im Dezember. In Brandenburg beispielsweise gab es 26 Wochen keinen Niederschlag. Selbst im Dezember konnte man in den noch warmen Flüssen wie am Rhein baden.

Alle Chroniken berichteten für dieses Jahr den Eintritt einer Sonnenfinsternis sowie eines Kometen. Südeuropäische Chroniken berichten über Bittprozessionen in den letzten Monaten des Jahres 1539 und beklagten die extreme Dürre & Hitze. In Italien wurden im Winter, Temperaturen wie im Sommer erlebt.

Im gesamten Jahr fiel nur knapp 1/3 der normalen Niederschlagsmenge. Aufgrund des Hitzestresses kam es in der Phänologie zu dramatischen Ereignissen. Mitten im Sommer warfen Bäume ihre komplett verdorrten Blätter ab, das Getreide gedieh mit wenigen Ausnahmen nicht.

Kirschbäume blühten im Herbst ein zweites Mal. Weintrauben verkamen zu Rosinen und gingen mit dem Tau wieder auf; das Gras hatte die Farbe braun.

In fast allen Teilen Europas herrschte deshalb eine extreme Dürre. Zahlreiche Waldbrände verwüsteten Teile Europas, Brunnen versiegten. Flüsse wie der Rhein und der Main wurden zu einem Rinnsal. Die Stadt Lindau am Bodensee konnte zu Fuß durchquert werden.

Die Böden sowie die Bäume verdorrten komplett. Die Preise für Getreide, Brot, Milch oder Eier explodierten, während die Preise für den Wein im Keller waren. Die Mühlen konnten wegen des Wassermangels nicht mehr betrieben werden.

In Mitleidenschaft gezogen wurden sowohl die Tiere als auch die Landwirtschaft. Nutztiere verdursteten und das Getreide verdorrte auf den Feldern. Es setzte zudem ein Fischsterben ein. Menschen starben an der Hitze bzw. erlitteten Krankheiten oder starben daran, verunreinigtes Wasser zu trinken.

Die Verfolgungen von Hexen bzw. den weisen Frauen nahmen einen erneuten Anlauf. Den gigantischen Wetterkapriolen waren nach damaligen Verständnis nicht das Klima, sondern Menschen verantwortlich. So kam es erneut zu einer Welle von Verfolgungen von unschuldigen Menschen, namentlich den Hexen bzw. den weisen Frauen.

Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Rebstöcke, so dass die Trauben bereits zu Rosinen verkamen. Der Tau sorgte dafür, dass ein Jahrtausend-Wein mit extrem hohen Zucker sowie Alkoholgehalt heranwuchs. Ende Juni wurde mit der 1. Weinlese und im Herbst mit der 2. Weinlese begonnen. Der Wein geht auch als "Mordbrenner" in die Geschichte ein.

Noch einige Jahrhunderte später soll der Wein noch genießbar gewesen sein. Während des 30 jährigen Krieges nahmen schwedische Soldaten 1631 Würzburg ein und fahndeten nach dem Wein. Jedoch wurde dieser vorsorglich eingemauert.  

Die letzte Flasche dieses Jahrtausendweins lagert hinter Panzerglas im Bürgerspital Würzburg.

© Worldnews

 

                  Einen ähnlichen Jahrtausendsommer gab es zuvor bereits im Jahre 994, mit extremer Dürre in Europa.                                Ähnliche Trockenheiten und große Hitze hat es auch in früheren Jahrhunderten häufiger gegeben.

25. März 2018

 

Das letzte männliche nördliche weiße Nashorn starb

Das letzte verbliebene männliche Weiße Nashorn der Welt, Sudan genannt, ist tot, nachdem sich die Krankheit an der er seit mehreren Wochen litt erheblich verschlimmert hatte, so das kenianische Naturschutzgebiet Ol Pejeta, wo er seit 2009 gelebt hat. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© EFE / Dai Kurokawa - Sudan im Naturschutzgebiet Ol Pejeta                                                                                               Den letzten drei Nördlichen Breitmaulnashörnern

                                                                                                                                                                                                   wurde diese Statue in New York gewidmet.

 

 

Seine Krankheit verschlechterte sich in den letzten 24 Stunden. Er war nicht in der Lage zu stehen und konnte nur sehr schlecht gehen, sagte Ol Pejeta Konservancy in einer Erklärung. Sudan hatte erfolgreich Ende letzten Jahres eine Infektion in seinem rechten Bein aus Altersgründen überstanden, aber Ende Februar wurde entdeckt, dass Sudan gefallen war und dass die Bedingungen in dieser Zeit  viel ernster waren.

Tierärzte suchten nach Möglichkeiten, um Sudan zu heilen und sogar die Art zu verewigen, aber es gab Komplikationen mit seinem Bein. Im fortschreitendem Alter von 45 Jahren war die Gesundheit von Sudan deutlich degeneriert.

 

Sudan wird für sein denkwürdiges und ungewöhnliches Leben in Erinnerung bleiben. Ol Pejeta Konservancy erklärte, dass es in den 70er Jahren gelungen war das Aussterben ihrer Spezies zu überleben und wurde in den Zoo Dvur Kralove in die Tschechischen Republik gebracht. Am Ende seines Lebens gelang es ihm, nach Afrika zurückzukehren in das Naturschutzgebiet in Laikipia im Zentrum von Kenia. 

Das Reservat berichtete, dass es gelungen ist, genetisches Material von Sudan zu extrahieren, was Hoffnung für zukünftige Versuche gibt, die Spezies des weißen Nashorns durch fortgeschrittene genetische Techniken zu reproduzieren. Außer ihm gibt es noch zwei andere lebende Frauen, beide Töchter des Sudan ebenfalls in Ol Pejeta. Eine künstliche Narkose wurde nie mit Nashörnern versucht. 

Sudan erlangte große Popularität die im sozialen Netzwerk ins Leben gerufen wurde. Zunder aus Ol Pejeta war verantwortlich für 9 Millionen US Dollar, die benötigt wurden um assistierte Befruchtungstechniken für diese Tiere als Kampagne zu entwickeln. 

„Ich bin Single. Ich bin das letzte weiße männliche Nashorn auf der Erde. Ich will nicht  wie ein Versager aussehen, aber das Schicksal meiner Spezies hängt buchstäblich von mir ab. Ich messe 1,82 Meter und bin 2.267 Kilogramm schwer, wenn das wichtig ist , beschreibt er in seinem Profil. 

Seit Jahren trägt die Wilderei dieser Tiere zu ihrem baldigen Aussterben bei, da ihre Hörner auf dem asiatischen Markt aufgrund angeblicher heilender und aphrodisierender Eigenschaften zu höheren Preisen als Gold bezahlt werden, was sie zu einem begehrten Produkt macht. Diese Eigenschaften konnten jedoch nie nachgewiesen werden! 

© El Nacional

 

               

                   Was für eine Traurigkeit! In diesem Fall ist das Verschwinden dieser Art nicht den klimatischen                                             Veränderungen, sondern dem skrupellosen Raubtierinstinkt des Menschen zuzuschreiben, nicht aber der                           Plünderung mit dem Zweck der Erhaltung der Art, sondern merkantilistisch. So sind wir in einer Welt, in der                       die Rate des Verschwindens von Arten immer mehr zunimmt und in der sogar unsere eigene Existenz                                 bedroht ist, nicht nur  durch planetare Veränderungen, sondern auch durch einen destruktiven Zweig                                   unserer Gesellschaft. 

03.Februar 2019 

 

Polarwirbel 2019 bricht Rekorde - 84 Millionen US Bürger leiden bei Temperaturen unter minus 27 Grad F (unter minus 32 Grad C) ende Januar

In Chicago gab es einen neuen Tiefsttemperaturrekord, der die bisherigen minus 27 Grad F ( minus 32,8 Grad C) übertraf. Für diejenigen, die sich einen neuen Datenpunkt wünschen, schlug Chicago nicht den Rekord, sondern stellte einen neuen Rekord auf. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der O'Hare Airport  erreichte minus 23 Grad F ( minus 30,5 Grad C). Aber nicht weit entfernt in Rockford erreichte die Temperatur minus 31 Grad F (minus 35 Grad C), und übertraf sogar die NWS-Ankündigung. Ein Blick auf die Nation zeigt die Tiefe des Kaltluftausbruchs.

 

Die nordamerikanische Kältewelle von 1936 gehört zu den intensivsten Kältewellen in der nordamerikanischen Geschichte. Der Mittlere Westen der USA und die kanadischen Prärien waren am stärksten betroffen. Nur die südwestlichen Vereinigten Staaten und Kalifornien konnten sich weitgehend entziehen. 

Der Februar 1936 war der kälteste Februar, der in den angrenzenden USA verzeichnet wurde und Februar 1899 knapp überlagerte. Es war auch der kälteste Monat in Nebraska , North Dakota und South Dakota. 

Der meteorologische Winter (Dezember bis Februar) von 1935 bis 1936 war der kälteste auf Rekord für Iowa, Minnesota, North Dakota, und South Dakota. 

 

Dieser Winter war viel kälter als die unmittelbar vorangehenden Winter. 1930 bis 1934 hatte es sehr milde Winter in den USA gegeben. 1930/31 war es in den westlichen und nördlichen Zentralstaaten warm. 1931/32 in den mittel und südatlantischen Staaten, den östlichen nördlichen Zentralstaaten und den östlichen südlichen Zentralstaaten; 1932/33 in Neu-England; und 1933/34 in den Berg und Pazifikstaaten. 

 

In der nördlichen Tiefebene gehören die Februarmonate 1925, 1926, 1927, 1930, 1931 und 1935 zu den 25 wärmsten Februarmonaten zwischen 1895 und 2017, obwohl 1929 der drittkälteste Februar aller Zeiten war.

 

Das Meer fror teilweise so weit südlich bis Chesapeake Bay. Vom 25.-28. Januar gab es nach Osten in 18 Jahren die kältesten Temperaturen im Januar. Washington, DC 14 Grad F (-10,0 Grad C). Starke Winde in einigen Gebieten verursachte Windchill unter -85 Grad F (–65,0 Grad C). In Ohio und der Centralia Bezirk Illinois, zerstörte die Kälte die Pfirsich Ernte, während defekte Heizgeräte in Minnesota zahlreiche gefährliche Brände verursachten. 

Die Kältewelle vom Januar 1977 brachte die einzig bekannte Spur von Schnee in dem größeren Miami Bereich von Florida, obwohl die Stadt selbst keinen Schnee gemeldet hat. Eine Spur von Schnee konnte in Lake Worth dokumentiert werden. Dazu kam es nach dem Durchzug einer starken Kaltfront in Kombination mit einem Hochdruckgebiet, das über dem Mississippi River Valley lag. Infolgedessen bewegte sich kalte Luft weit in den Süden von Florida, was zu Schneeschauern und niedrigen Temperaturen führte. Vor allem das Wettersystem brachte Schneeflocken bis in den Süden am 19. Januar. In Südostflorida war zuvor noch kein Schnee gemeldet worden. 

Der Januar 1977 war im Bundesstaat Ohio der kälteste Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 11,9 Grad F (minus 11,2 Grad C). Der Schneefall war im gesamten Monat überdurchschnittlich und die Rekordtiefsttemperatur von -25 Grad F (-32 Grad C) wurde in Cincinnati aufgestellt. Der Ohio River erstarrte zum ersten Mal seit 1918 und bremste die kommerzielle Schifffahrt für Wochen.  Einige Teile des nördlichen Ohio lagen den ganzen Monat lang unter dem Gefrierpunkt.  Von Ost- Iowa nach West- Pennsylvania stiegen die Temperaturen den ganzen Monat nicht über den Gefrierpunkt.

 

© Wuwt

 

 

                Wissenschaftler warnen seid einem Jahrzehnt vor der wahren Natur des Klimawandels: Die letzte Eiszeit                            begann in nur 6 Monaten.

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