Weltnachrichten                                                                                                                 

13.Juli 2020

 

Wird es bald die Jan Fedder Ausstellung geben? Pläne seiner Witwe Marion

 

Das wird die Fans freuen: Marion Fedder, die Witwe von Schauspieler Jan Fedder, arbeitet an einem "original Jan-Fedder-Zimmer".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als der Hamburger Schauspieler und leidenschaftliche Sammler Jan Fedder (1955-2019) im Dezember 2019 verstarb, hinterließ er unter anderem seinen heiß geliebten Bauernhof in Ecklak, Schleswig-Holstein, voller Oldtimer, Requisiten, Nippes und Kleinodien. 

 

Seit 1993 war der Hof in seinem Besitz. Nun hat seine Witwe, Marion, erzählt, welche Pläne sie damit hat.

 

"Ich spreche mit Museen und anderen Institutionen, um ein original Jan-Fedder-Zimmer auf dem Bauernhof herzurichten", sagte sie. Derzeit sei sie dabei, "den Hof wieder schön zu machen". "Teilweise auf dem Land zu leben", gefalle auch ihr ganz gut. Marion und Jan Fedder waren von 2000 bis zu seinem Tod verheiratet.

 

Jan Fedder verstarb am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren in seiner Hamburger Wohnung. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand die von Fedder zu Lebzeiten persönlich geplante Trauerfeier am 14. Januar 2020, seinem 65. Geburtstag, im Hamburger Michel statt. Anschließend gab es einen Trauerkonvoi durch St. Paulis Straßen. Zwei Tage später wurde der Hamburger Künstler im engsten Familien und Freundeskreis auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.

 

© Worldnews

                   

02.März 2020

 

Witwe Marion klärt auf: Das passiert jetzt mit dem Hof von Jan Fedder

 

Marion Fedder, die Frau des beliebten Hamburger Schauspielers Jan Fedder, spricht nun Klartext mit Blick auf den Bauernhof ihres verstorbenen Mannes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles bleibt beim Alten und der Bauernhof wird weiterhin ausschließlich privat genutzt", so die 54-Jährige in der „shz". Ihr Mann habe vor seinem Tod genau darüber verfügt, was mit dem Bauernhof geschehen solle. 

 

Der Bauernhof in Ecklak (Schleswig-Holstein) war seit 1993 im Besitz des Schauspielers – hier ging Jan Fedder seiner großen Sammelleidenschaft für Oldtimer, Nippes und Requisiten nach. Witwe Marion stellt klar, dass es weder eine Versteigerung der Sammlung, noch ein Museum in dem Hof geben wird. 

 

„Mein Mann hat über Jahre mit Freude Zeit auf seinem Bauernhof verbracht und hatte dort sein Rückzugsgebiet gefunden. Er liebte die Ruhe, den Blick in die Ferne und konnte dort auftanken für seine Dreharbeiten", so die Witwe in der „shz".

 

Am 30. Dezember starb der „Dirk Matthies"-Schauspieler allein in seiner Wohnung in Hamburg. Zu der Trauerfeier im Hamburger Michel kamen rund 2000 Gäste, darunter viele Prominente. Und auch seine Fans nahmen Abschied von ihrem Idol, als der Trauerkonvoi über den Kiez fuhr. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof fand Jan Fedder schließlich seine letzte Ruhestätte.

 

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02.Februar 2020

 

Papst lässt das "Vaterunser" ändern

 

Das berühmteste Gebet der Christen wird geändert: Gott soll nicht mehr in Versuchung führen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Italien bekommt ein neues Vaterunser. Bereits 2017 hatte Papst Franziskus die Diskussion um eine Änderung angestoßen. Nun wird die neue Version für die italienischen Katholiken umgesetzt. Die Bitte "Führe uns nicht in Versuchung" lautet in der offiziellen italienischen Fassung in Zukunft "Überlasse uns nicht der Versuchung".

 

Papst Franziskus sagte, dass die im Italienischen und im Deutschen ähnlich übersetzte Bitte, "Und führe uns nicht in Versuchung" sei "keine gute Übersetzung". Es sei nicht Gott, sondern Satan, der den Menschen in Versuchung führe. Ein Vater mache so etwas nicht, so Franziskus, sondern er helfe, wieder aufzustehen.

 

Die alte, übersetzte Passage stößt beim Vatikan auf Ablehnung, wie Theologe und Erzbischof Bruno Forte gegenüber "Vatican News" sagt: "Dass Gott uns irgendwie eine Falle stellt ist eine absolut nicht hinnehmbare Vorstellung". Ein entsprechend geändertes Messbuch soll laut Forte nach Ostern erscheinen. Mit Beginn des neuen Kirchenjahrs am 1. Advent tritt die Neuerung in Kraft, also am 29. November.

 

Die veränderte Übersetzung solle helfen, das Vaterunser "bewusster zu beten und näher an dem, was die Intention Jesu war", so Forte weiter.

 

In Frankreich beten die Gläubigen das Vaterunser bereits seit Anfang Dezember 2017 in der geänderten Fassung. Die Bischöfe im deutschsprachigen Raum sehen indessen bis heute keinen Änderungsbedarf.

 

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19.Januar 2020

 

Tierversuchslabor LPT Mienenbüttel Betriebsgenehmigung entzogen

 

Dem umstrittenen Tierversuchslabor LPT Mienenbüttel wurde vom Landkreis Harburg mit sofortiger Wirkung die Betriebsgenehmigung entzogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Labor wurde wegen schwerwiegender Verstöße gegen den Tierschutz scharf kritisiert. Tierversuche wurden im Labor abgebrochen. Man sei nun zu dem Ergebnis gekommen, dass "die Zuverlässigkeit des Betreibers nicht mehr gewährleistet ist", so der Landkreis.

 

Mit dem Widerruf der Betriebserlaubnis ist es dem Betreiber untersagt, Tiere zu halten. "Dem LPT wird eine Frist von zwei Wochen eingeräumt, um alle noch in der Tierversuchsanlage lebenden Tiere  an geeignete Dritte zu übergeben", hieß es vom Landkreis. In der Anlage befinden sich noch 96 Hunde. 49 Katzen und 80 Hunde wurden bereits an Tierschutzorganisationen und Privatpersonen übergeben.

 

Im Oktober deckten Tierschützer auf, dass Hunde und Affen im Labor Mienenbüttel bei Neu Wulmstorf  misshandelt wurden. Ein Aktivist von Soko Tierschutz hatte sich undercover als Mitarbeiter eingeschlichen und Fotos und Videos von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht.

 

Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt gegen das LPT wegen wiederholten Verstößen gegen den Tierschutz und ließ das Labor Ende November durchsuchen.

 

Das in Hamburg-Neugraben ansässige Labor der Firma Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT)  gab bekannt, dass es sein Labor in Mienenbüttel Ende Februar schließen wird.

 

Die Praktiken im Labor beschäftigten am Donnerstag auch den Landwirtschaftsausschuss des Niedersächsischen Landtags. Dort informierten Experten über die Notwendigkeit von Tierversuchen und mögliche Alternativen zu Tierversuchen.

 

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18.Januar 2020

 

Jan Fedder auf Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt

 

Der verstorbene Schauspieler Jan Fedder wurde am Donnerstag auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt. Dies wurde von einer Sprecherin der Agentur für die Trauerfeier bestätigt. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Informationen wurde Jan Fedder in einem Patengrab beigesetzt. Es wurde von einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Hamburg gegründet und ist so alt wie der Friedhof selbst. Das alte Kreuz Denkmal stammt aus dem Jahr 1899.

 

Das Grab schien genau das zu sein, was Jan Fedder wollte: ein großes Denkmal auf einem Sockel mit einem Kreuz, wo sich die Trauernde vorbeugt und die Arme öffnet. Daneben gibt es ein paar Palmblätter.

 

Das Denkmal wurde vom Bildhauer Xaver Arnold geschaffen und gehörte einst einem Hamburger Kaufmann. Fedders ruhige Stadt liegt unter schattenspendenden alten Bäumen und hat den antiken Charme, den Fedder so sehr schätzte… „Nur nichts Neues von der Stange. Ich möchte immer eine Geschichte darüber “, lautete seine Maxime

Familie, Freunde und Fans hatten sich am Dienstag mit einer großen Trauerfeier im Hamburger  Michel vom beliebten Schauspieler verabschiedet. Fedder, der in St. Pauli aufgewachsen war, hatte sich eine Trauerfeier in Michel gewünscht. Er starb am 30. Dezember im Alter von 64 Jahren in Hamburg an Krebs. Am 14. Januar, dem Tag seiner Trauerfeier, wäre er 65 Jahre alt geworden.

 

Fedder spielte 28 Jahre lang den Hamburger Polizeibeamten Dirk Matthies in der ARD-Serie "Großstadtrevier", der für Recht und Ordnung in der Nachbarschaft sorgte. Mit einer unverwechselbaren Stimme und Akzent machte Fedder norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen.

 

Er prägte auch die Serie "Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann. Er drehte auch vier Siegfried Lenz-Filme und den Film "Das Boot".

 

© Worldnews

                   

15.Januar 2020

 

Hamburg nimmt Abschied von Jan Fedder

 

Hamburg hat sich vor Jan Fedder verneigt: Familie, Freunde, Freundinnen und Fans nahmen am Dienstag im Michel Abschied von dem norddeutschen Urgestein. Michel-Hauptpastor Alexander Röder führte durch den geistlichen Teil des Gottesdienstes.

 

Er lobte Fedders "großes Herz und seinen Sinn für Gerechtigkeit". "Jan Fedder war in seinen Rollen gerade darum ein Sympathieträger, weil er nicht makellos war und nicht glatt und geschliffen redete", sagte Röder. Fedder sei ein Kind des Stadtteils St. Pauli mit seinem schillernden Leben auf dem Kiez, aber auch seinen Traditionen gewesen. "Dazu gehört auch sein Glaube", so der Pastor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewegende Worte von Marion Fedder

 

Mit einer sehr bewegenden Trauerrede verabschiedete Marion Fedder sich von ihrem Mann. "Mein geliebter Jan, das ist der schwerste Gang, den ich je machen musste. Du warst meine Familie, mein Mann, mein Fels, mein engster Vertrauter, mein alles", sagte sie.

 

Es werde nie wieder jemanden geben wie ihn. Jan und Marion Fedder hatten vor 20 Jahren im Michel geheiratet. Dass sie ihn hier heute beerdigen müsse, tue ihr unendlich weh, so die Witwe. Sein Platz in ihrem Herzen werde auf ewig mit Liebe gefüllt sein. "Nun muss ich dich auf deine letzte Reise schicken, einmal noch über die Reeperbahn - das hast Du dir gewünscht", sagte Marion Fedder. "Mein geliebter Jan, schlaf gut", sagte sie zum Schluss.

 

Auch der ehemalige NDR Intendant Lutz Marmor, der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, und Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hielten Reden. Jan Fedder habe mit seiner unnachahmlichen norddeutschen Art für viele Menschen weit über Hamburg hinaus "ein Stück Heimat" dargestellt, sagte Marmor.

Moderator Jörg Pilawa

"Er ist ein Riesen-Herzensmensch gewesen. Warm. Und das strahlt er weit über Hamburg hinaus aus. Und deswegen ist er für Hamburg unglaublich wichtig und hinterlässt eine riesige Lücke. Er war der letzte Volksschauspieler. (...) Das ist ein Stück Hamburg, was da gestorben ist."

 

"Child in Time" im Michel, Trauerzug auf der Reeperbahn

 

Der Michel klang während der Trauerfeier anders als sonst: Mit dem Deep-Purple-Song "Child in Time" und "Knocking On Heavens Door" von Bob Dylan wurden unter anderem auch Musikwünsche von Jan Fedder selbst gespielt. Auch der Hamburger Klassiker "An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband" erklang. Zum Auszug spielte Michel-Organist Manuel Gera die Titelmelodie der Serie "Großstadtrevier".

 

Nach der Trauerfeier trugen sechs Polizisten den Sarg zum Leichenwagen, der anschließend über die Reeperbahn weitertransportiert wurde. Auf der Reeperbahn erwiesen viele Fans Fedder die letzte Ehre.

 

Der Schauspieler, der auf St. Pauli aufgewachsen ist, war am 30. Dezember in Hamburg gestorben. Er hatte sich eine Trauerfeier im Michel gewünscht - hier war er getauft und konfirmiert worden und hatte 2000 seine Ehefrau Marion geheiratet.

 

Weggefährten nehmen Abschied

 

Zu der Trauerfeier kamen viele Prominente, darunter Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), TV-Koch Tim Mälzer, die Schauspieler Uschi Glas, Ben Becker, Michaela May und Axel Milberg, die Moderatoren Judith Rakers, Carlo von Tiedemann, Jörg Pilawa und Hugo Egon Balder sowie die Sänger Sasha, Klaus Meine und HP Baxxter.

 

Ebenso nahmen die Kollegen und Kolleginnen vom "Großstadtrevier" Abschied - nebst Truck Stop, deren Titelsong "Wenn der Schutzmann ums Eck kommt" die Kultserie seit 1986 begleitet. Mit Martin Semmelrogge, Martin May, Claude Oliver Rudolf und Heinz Hönig erwies auch die Besetzung von "Das Boot" dem einstigen Weggefährten ihre Treue sowie die Kollegen der NDR Serie "Neues aus Büttenwarder".

 

Schwarze Flaggen und roter Teppich

 

Die Elbschiffe flaggten schwarz auf Halbmast und ließen ihre Schiffshörner erklingen, Taxi-Zentralen ließen schwarze Fahnen wehen. Bereits am Vormittag war im Eingangsbereich des Michels ein roter Teppich ausgerollt worden. Der Norddeutsche Rundfunk übertrug die Trauerfeier live im NDR Fernsehen, bei NDR.de und in der NDR Hamburg App, sowie auch auf einer Großbildleinwand auf dem Kirchplatz. Einen kompletten Mitschnitt der Feier finden Sie später ebenfalls auf dieser Seite.

 

Kondolenzbuch liegt in der Davidwache

 

Noch bis Dienstagabend lag in der Davidwache auf St. Pauli ein Kondolenzbuch aus, in das sich neben Bürgermeister Tschentscher bereits Hunderte Menschen eingetragen haben. Auch online können Sie Ihre Gedanken an Jan Fedder in einem Kondolenzbuch niederschreiben.

 

Fedder wäre am 14. Januar 65 Jahre alt geworden. Er war 2012 an Krebs erkrankt und hatte seit Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach Medienberichten soll Fedder in den nächsten Tagen auf dem Friedhof Ohlsdorf im engsten Familienkreis beigesetzt werden.

 

Der Schauspieler hatte mit unverwechselbarer Stimme und Akzent norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen gemacht. Neben dem "Großstadtrevier" drückte er auch der Serie "Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann seinen Stempel auf. Außerdem stand er für vier Siegfried-Lenz-Literaturverfilmungen vor der Kamera.

 

© NDR

 

 

14.Januar 2020

 

Australien brennt: Siemens muss zur Vernunft kommen

 

Der Siemens-Konzern will sich an der Technik für eine riesige Kohlemine in Australien beteiligen, das gerade von Bränden verwüstet wird. Im Gastbeitrag erhöht Fridays for Future den Druck auf Konzernchef Joe Kaeser, den Auftrag abzusagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man kommt nicht an ihnen vorbei, an den Bildern brennender Bäume in Australien, von Menschen, die am Strand auf die Evakuierung warten, und dem Sehnsuchts-Sonnenort, der in diesen Tagen nur Feuer und Flamme ist.

 

Der Schrecken und die Wucht der Feuer sind atemberaubend - im wahrsten Sinne des Wortes. „Pray for Australia” schreiben einige. Und: „Stay safe.“ Uns reicht das nicht. Es sind Konsequenzen gefragt. Unter anderem von Siemens.

 

Es ist kein Zufall, dass Australien seit Monaten in diesem Ausmaß brennt. Diese Feuer sind nur durch die nie zuvor dagewesenen Extremen Wetterbedingungen möglich, die nachweislich auf die Klimakrise zurückzuführen sind.

 

Ja, die globale Erhitzung entfacht keine Feuer. Aber sie trocknet ökologische Umwelten in so beispiellosem Umfang aus, dass sie die Bedingungen für Brände, wie sie gerade in Australien zu sehen sind, schafft. Vom Weltklimarat wird dieser Zusammenhang mit 99-prozentiger Sicherheit bestätigt.

 

Die jetzige Situation ist beispiellos: Erstmals in der australischen Geschichte wurden Reservisten und Reservistinnen innerhalb Australiens zum Einsatz berufen. Sie kämpfen nicht gegen Feinde, sie kämpfen gegen Flammen. Staatsfeind Klimakrise.

 

Seit Juli letzten Jahres verbrannten etwa fünf Millionen Hektar Land – weder die Feuer im Amazonas-Regenwald 2019 noch die in Kalifornien 2018 hatten auch nur ein Fünftel dieser Ausmaße. Menschen fliehen, Tiere verbrennen. Es sind Szenen wie aus einem Blockbuster. „Pray for Australia“ heißt es auf Twitter.

 

Lange nahm man an, dass wir erst handeln würden, wenn die echten Klimadramen, die großen Katastrophen, uns aufwecken. Dann, wenn die Klimakrise bei uns zu Hause angekommen wäre.

 

Noch immer scheint es, als warte die westliche Welt auf diese besagten Klimakatastrophen, die im Fukushima-Style politisches Handeln erzwingen würden. In Australien wird der Mythos des plötzlichen Handlungsdrucks in diesen Tagen zwischen den Flammen zerrissen.

 

Es ist ausgerechnet die australische Regierung, die noch immer eine der größten Kohleminen der Welt plant – trotz der allzu offensichtlichen Klima-Kausalitäten, die das Land gerade in Panik versetzen.

 

Wenn dieses Mega-Projekt, initiiert vom indischen Konzern Adani, wie vorgesehen eröffnet wird, soll dort bis 2080 Kohle gefördert werden. In der Folge werden neben zwölf Milliarden Litern Trinkwasser pro Jahr auch Lebens und Kulturräume indigener Völker und bedrohter Tiere zerstört.

 

Als Startschuss für den Ausbau weiterer Minen im Gebiet könnten so insgesamt jährliche 705 Millionen Tonnen CO2 verursacht werden. Das wäre nicht „nur” das endgültige Aus für das Great Barrier Reef, eines der schützenswertesten Ökosysteme unseres Planeten und Einkommensquelle für viele Australierinnen und Australier.

 

Nein, es wäre auch das Aus für den notwendigen Beitrag Australiens zum internationalen Klimaschutz. „Stay sane“, würde man Australien deshalb eher wünschen.

 

Weil die Absurdität dieses Vorhabens schwer zu ignorieren ist, haben während der mehr als zehnjährigen Proteste dagegen bereits 60 Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Minenbetreiber Adani ausgeschlossen. Zu groß das finanzielle Risiko, zu groß der Schaden für die Reputation.

 

Ein Unternehmen, das diesen Schritt noch nicht gegangen ist, ist ausgerechnet Siemens. Der gleiche deutsche Konzern, der öffentlich keine Gelegenheit auslässt, sich zu seiner unternehmerischen Verantwortung zu bekennen und der verspricht, bis 2030 klimaneutral zu sein, plant für die Mine in Australien die Signalanlage für die Gleise zum Abtransport nach Indien bereitzustellen.

 

Auf der suche nach „sanity“, nach Vernunft, fordern die Aktivisten Siemens und den Vorsitzenden Joe Kaeser auf, den Auftrag in Höhe von etwa 20 Millionen Euro abzulehnen.

 

Am vergangenen Freitag fanden von Fridays for Future vor Siemens-Büros im ganzen Land Streiks statt; die dazugehörige Petition wurde innerhalb eines Tages mehr als zehntausend Mal unterzeichnet.

 

Es wäre ein kleiner Schritt für den Konzern, aber ein großes Zeichen für Australien und den Rest der Welt, der heute und morgen die Klimakrise zu spüren bekommt. Ohne intakte Gleise lässt sich die Kohle schlecht transportieren, das weiß Joe Kaeser.

 

Das Minenprojekt wird durch die Zusammenarbeit mit Konzernen wie Siemens erst möglich, die so (nicht nur) metaphorisch Kohle ins Feuer kippen. Während noch immer Menschen vor den Flammen fliehen, sind es eben genau solche Unternehmen, die zeigen müssen, was verantwortungsvolles Handeln bedeutet. Es wäre ein Zeichen der wahren Vernunft.

 

„Stay safe“, Australia. „Stay sane“ und „stay away“, Siemens.

 

© Worldnews

 

 

                     Die angebliche Klimawandel-Strategie des Konzerns habe sich als "inhaltsleer und bedeutungslos"                                     entpuppt, er sei keinen Deut besser als die von der Ausbeutung fossiler Energieträger profitierenden                                   Firmen, mit denen er  zusammenarbeitet. Der Protest gegen das Bergwerk-Projekt werde weitergeführt,                               kündigten die  Aktivisten an, australiens  Umweltschützer sind entsetzt. 

 

                     Auch der Wasserverbrauch des Bergwerks sorgt für Kritik. Experten schätzen, dass 9,5 Millionen                                         Kubikmeter  Grundwasser pro Jahr nötig wären. Das ist mehr, als rund 105.000 deutsche Haushalte in                                 derselben Zeit verbrauchen. Der Bundesstaat Queensland erteilte der Adani Group trotz dieser immensen                           Zahl im Jahr 2017  eine Lizenz zum unbegrenzten Zugang zum Grundwasser.

 

                     Umweltschützer befürchten zudem eine weitere Beschädigung des Great Barrier Reef. Das größte                                       Korallenriff der Welt liegt unweit von dem Hafen, von dem die geförderte Kohle verschifft werden soll. Die                           Deutsche Bank hat daher abgelehnt, das Projekt zu finanzieren.

 

                     Siemens Chef Kaeser sei zu dem in mehrere Affären verwickelt, darunter eine Kurznachrichtenaffäre mit US                       Präsident Donald Trump.

04.Januar 2020

 

Zwei Skifahrer in British Columbia durch Lawine getötet

 

Zwei Menschen wurden getötet, nachdem sie von einer massiven Lawine in einem Gebirgspass in Britisch-Kolumbien mitgerissen worden waren, teilten die kanadischen Behörden mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die beiden Skifahrer kletterten zu Fuß an einem Hang in der Nähe der alaskanischen Grenze, als sie von der Lawine begraben wurden, die in eine Gelände Falle geriet, sagte Avalanche Canada. Ein dritter Skifahrer, der mit den Opfern zusammen war, wurde teilweise begraben, konnte sich jedoch befreien und nutzte ein Satelliten-Messaging-System, um Hilfe zu holen.

Die Skifahrer waren Freunde aus Haines, Alaska, teilte die freiwillige Feuerwehr von Haines in einer Pressemitteilung mit. Ihre Namen werden nicht veröffentlicht, bis die Familienmitglieder benachrichtigt werden, teilte die Abteilung mit.

 

"Die kanadischen Behörden werden Vorkehrungen treffen, um die Verstorbenen nach Hause in die Vereinigten Staaten zu transportieren", hieß es. "Unsere Gebete sind mit allen Mitgliedern ihrer Familien, (unsere) Herzen sind in ihrem Verlust gebrochen."

Geländefallen, sagt Avalanche Canada, verstärken die "Folgen einer Lawine".
"Steile Vertiefungen wie Schluchten, Bachbetten und Gräben fangen den Schnee ein und führen dazu, dass sich die Lawine in einem kleinen Gebiet viel tiefer ansammelt", hieß es. "Bäume, Felsen und Klippen können zu größeren Ausmaßen führen, wenn sie in eine Lawine geraten."

Die Gruppe befand sich auf einer Höhe von etwa 300 Metern, teilte das Alaska Avalanche Information Center mit.

 

© CNN International

04.Januar 2020

 

Brand im Krefelder Zoo: Polizei ermittelt gegen drei Frauen, Tierfreunde helfen Zoo mit Spenden

 

Der Brand im Krefelder Zoo ist nach Einschätzung der Polizei "weitgehend aufgeklärt": Das Feuer soll demnach durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden sein. Ermittelt wird nun gegen drei Frauen. Inzwischen hat die Zooleitung mehr als 4.000 Geldspenden erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine 60 Jahre alte Krefelderin und ihre beiden erwachsenen Töchter wegen fahrlässiger Brandstiftung.

 

Wie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gegeben wurde, hätten die drei Frauen sich selbst bei der Polizei gemeldet und dort angegeben, dass sie in der Silvesternacht fünf Himmelslaternen hätten aufsteigen lassen.

 

Man gehe davon aus, dass eine dieser Himmelsleuchten den Brand im Affenhaus verursacht habe. Dies werde aber derzeit noch genau geprüft, um andere Ursachen auszuschließen. Die anderen vier Leuchten habe man sichergestellt.

 

Kriminalhauptkommissar Gerd Hoppmann bezeichnete es als "sehr couragiert" und "hochanständig", dass sich die drei Frauen im Alter zwischen 60 und 30 Jahren selbst bei der Polizei gemeldet haben.

 

Es handele sich um "ganz normal bürgerliche Menschen". Die drei Frauen hätten die Himmelslaternen im Internet bestellt und dachten nach eigenen Angaben, dass es an Silvester erlaubt sei, sie steigen zu lassen.

 

Ein Feuerwehrsprecher sagte, man sei überrascht gewesen, wie schnell das Dach des Affenhauses gebrannt habe. Eine Sprinkler- oder Brandmeldeanlage habe es nicht gegeben, dies sei zum Zeitpunkt der Bauarbeiten im Jahr 1975 aber auch nicht vorgeschrieben gewesen.

 

Eine Zoosprecherin sagte, das Haus sei völlig zerstört, die Überreste würden nach dem Ende der Ermittlungen abgerissen.

 

Der Zoo eröffnete wieder am Freitag. Der Brandort soll dabei mit Absperrungen versehen werden, damit es zu keinem "Katastrophentourismus" kommt.

 

Nach dem Brand in der Silvesternacht sind bereits Tausende Spenden eingegangen. Wie hoch die Spenden genau sind, konnte der Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde Friedrich Berlemann gegenüber der Rheinischen Post noch nicht sagen. Die Spendenbereitschaft sei aber enorm.

 

Bei dem Brand waren mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Es entstand ein Millionenschaden.

 

© RT

03.Januar 2020

 

Trauerfeier für Jan Fedder im Hamburger Michel

 

Für Schauspieler Jan Fedder wird es am 14. Januar eine Trauerfeier im Hamburger Michel geben. Das teilte eine Sprecherin der St. Michaelis-Kirche am Donnerstag mit. An diesem Tag wäre der beliebte Fernsehstar 65 Jahre alt geworden. Er war am Montagabend in seiner Wohnung in Hamburg gestorben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fedder hatte sich zu Lebenszeiten eine Trauerfeier im Hamburger Michel gewünscht. In der Talksendung "Reinhold Beckmann trifft..." antwortete er im Sommer 2018 auf die Frage, ob seine Trauerfeier im Michel stattfinden soll: "Logisch. Wo denn sonst?" Fedder wurde in der Kirche getauft, konfirmiert und getraut.

 

Auch die Musik habe er schon ausgesucht, sagte er in der Sendung. Was Überraschendes, genau wie bei seiner Hochzeit. Damals wollte er den Deep-Purple-Hit "Child in time" hören, aber der Organist habe sich geweigert, deshalb habe ein russischer Musiker den Song gespielt.

 

Wahrscheinlich wird Michel-Hauptpastor Alexander Röder auf der Trauerfeier sprechen. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

 

Fedder litt an einer Krebserkrankung und hatte sich zuletzt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Einem Millionenpublikum bekannt war er unter anderem aus zwei NDR Fernsehserien: als Dirk Matthies, ein Polizist mit Herz und Kodderschnauze, war er ab 1992 im Großstadtrevier zu sehen. In Neues aus Büttenwarder bewies er komödiantisches Talent als bräsiger Bauer Kurt Brakelmann an der Seite von Peter Heinrich Brix.

 

Jan Fedder kam 1955 in Hamburg zur Welt, wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in St. Pauli auf. Mit sieben Jahren sang Fedder als Knabensopran im Chor des Hamburger Michel. Seine erste große Rolle war 1981 die des Pilgrim im Film "Das Boot". Eine weitere maritime Rolle brachte ihm 2006 einen Deutschen Fernsehpreis ein: seine Darstellung eines alternden Tauchers in "Der Mann im Strom", der Verfilmung des Romans von Siegfried Lenz.

 

Fedders Ehefrau Marion sagte einmal über ihn: "Er braucht sich fast gar nicht auf Rollen vorzubereiten. Es dauert zwei, drei Tage, dann ist er die Rolle. Das geht ganz schnell.

 

"Über die Social-Media-Kanäle des NDR gingen Tausende Beileidsbekundungen von Nutzerinnen und Nutzern ein. Viele Menschen stellten Trauerkerzen vor Fedders Wohnung auf St. Pauli auf.

 

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher würdigte Fedder als eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Hansestadt. Mit ihm sei ein Hamburger Original gestorben, so der Regierungschef. Tschentschers Stellvertreterin Katharina Fegebank schrieb: "Das macht mich traurig." Jan Fedder habe das Besondere an Hamburg und Norddeutschland, den Menschen und ihren Geschichten auf wunderbare Weise mit rauem Charme in seinen Rollen und als Hamburger Original verkörpert. "Tschüß, mach's gut, Jan Fedder.

 

"NDR Intendant Lutz Marmor sagte: "Ich bin traurig. Jan Fedder war ein Norddeutscher durch und durch: ehrlich, echt, direkt, manchmal raubeinig, aber im Kern herzlich. Ein echter Volksschauspieler. Er verkörperte verschmitzte Typen genauso überzeugend wie melancholische und wortkarge Menschen." Der NDR habe Jan Fedder viel zu verdanken, die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten ihn geliebt. "Der Tod dieses einzigartigen Schauspielers hinterlässt eine große Lücke. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner Frau", sagte Marmor.

 

Hollywood-Schauspieler Jürgen Prochnow spielte an Fedders Seite im Kinoklassiker "Das Boot". Er schrieb: "Das ist eine wirklich traurige Nachricht zum Jahresende, ich bin sehr betroffen von Jans frühem Tod. Ich hätte ihm noch viele Lebensjahre gewünscht und durch die Zusammenarbeit beim 'Boot' wird er immer in meinem Herzen bleiben."

 

© NDR