Meteore / Sternschnuppen

Meteore                                                                                                                               

 

Sternschnuppenbeobachtungen

 

In der Zeit nach Mitternacht steht der Radiant in der Regel höher am Himmel. Deshalb ist die Zeit nach Mitternacht bis zum Sonnenaufgang die beste Zeit um Sternschnuppen zu beobachten. Sie sollten zum Beobachten von Sternschnuppen einen möglichst dunklem Himmel abseits der Städte aufsuchen. Bei aufgehelltem Himmel, etwa durch den Mond oder Lichtverschmutzung kann es leicht geschehen, dass nur ein Bruchteil der zu erwartenden Sternschnuppen beobachtet werden können. Die größten Chancen Sternschnuppen zu sehen haben sie von daher um den Neumond herum . Schwieriger wird es dagegen in der Zeit um Vollmond. Sternschnuppen im Bereich der Ekliptik lassen sich durch das helle Mondlicht nur in Ausnahmefällen beobachten.

Die Quartilen begrüßen das Jahr mit einem Wunschregen 

Der Radiant der Quartilen befindet sich im Sternbild Bärenhüter, ist aber nach dem historischen Sternbild des Mauerquadrat benannt, das heute nicht mehr existiert. Reste des Meteorstroms fallen auch noch 10 Tage nach dem Maximum auf die Erde, jedoch ist die Rate der Meteore dann sehr gering.

Wenig Sternschnuppen in der 2. Januarhälfte

Am 17. und am 19. Januar senden in den frühen Morgenstunden noch mal die schwächeren Meteorschauer der Delta Cancriden und der Alpha-Hydriden ein Maximum an Sternschnuppen in Richtung Nordhimmel, doch ansonsten ist es auch im restlichen Januar eher Glück, wenn man einen Meteor am Himmel beobachten kann. 

Markante Meteorströme im Januar 

Quadrantiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 04.01.2017
(28.12.2016 - 12.01.2017)

Gamma-Veliden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 05.01.2017
(01.01.2017 - 15.01.2017)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Alpha-Cruciden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 15.01.2017
(06.01.2017 - 28.01.2017)

Delta-Cancriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.01.2017
(01.01.2017 - 31.01.2017)

Alpha-Hydriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 19.01.2017
(05.01.2017 - 14.02.2017)

Eta-Cariniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 21.01.2017
(14.01.2017 - 27.01.2017)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Alpha-Cariniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 30.01.2017
(24.01.2017 - 09.02.2017)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Delta-Veliden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 31.01.2017
(13.09.2017 - 21.02.2017)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Februar-Leoniden bringen Sternschnuppen 

Aus dem Radiant des Sternbilds Steinbock fliehen im Februar die Capricorniden-Sagittariiden und von der Ekliptik als Meteore Richtung Erde. Am wahrscheinlichsten gelingt eine Einzel- oder geringfügige Mehrfachbeobachtung im Aktivitätsmaximum gleich zu Anfang des Monats zwischen 30. Januar und dem 03. Februar. Anfang des Monats schicken die Februar Leoniden einen Meteorschauer  in die Erdatmosphäre. Die Anzahl der Meteore während der Februar Leoniden ist unterschiedlich ausgeprägt. Ihr Radiant liegt im Sternbild Löwe. Die Februar Leoniden bleiben den kompletten Monat aktiv, ohne dass sich ein klares Aktivitätsmaximum ausmachen lässt. Mitte des Monats schicken die Delta Leoniden zahlreiche Meteore in die Erdatmosphäre. Das Maximum der Delta Leoniden liegt in den frühen Morgenstunden der Nacht vom 24. auf den 25. Februar. In dieser Februarnacht quellen die Meteore aus etwa 4° südlich des Sterns Delta-Leonis. 

Markante Meteorströme im Februar

 

Alpha-Centauriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.02.
(28.01. - 21.02.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Februar-Leoniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 09.02.
(01.02. - 28.02.)

Omicron-Centauriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 11.02.
(31.01. - 19.02.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Theta-Centauriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 21.02.
(23.01. - 12.03.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Virginiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 22.02.
(01.03. - 15.04.)

Delta-Leoniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 25.02.
(15.02. - 10.03.)

Löwe und Jungfrau schleudern im März Sternschnuppen

Die Rho-Leoniden kommen als kleine Lichtblitze aus dem Sternbild Löwe über die Ekliptik in Richtung unseres Planeten. Der Meteorstrom ist jedoch so schwach, dass er meistens selbst im Aktivitätsmaximum, das in der Nacht vom 3. auf den 4. März liegt, unbemerkt bleibt. Die Virginiden dessen Radiant im Sternbild Jungfrau liegt  haben an ihren besten Tagen lediglich gelegentliche Fallraten von 5 Meteoren pro Stunde. Dafür kann man den kompletten März bis zum 15. April immer wieder auf die unterschiedlichen launenhaften Maximalschauer an Meteoren am Nachthimmel nach Mitternacht hoffen. Neben den Pi Virginiden lassen im März beispielsweise auch die Eta Virginiden mit ihrem Höhepunkt in der Nacht vom 18. auf den 19. März Meteore auf die Erde regnen. Wer diesen Höhepunkt verschlafen hat, der kann gleich in der nächsten Nacht sein Glück versuchen. Denn die Jungfrau wirft dann mit den Theta Virginiden ganze Schauer an Meteoren als Frühlingsbote über die Ekliptik in Richtung unseres Planeten. 

Der Drache speit Mitte März Sternschnuppen

Mitte März speit der Drache mit den Eta Draconiden ein Meteorschauer auf die nördliche Halbkugel, der zwischen dem 15. und 18 März stündlich 1 bis 2 Meteoren am Nachthimmel aufleuchten lässt. Wenn der Wassermann Mitte März versucht uns zwischen dem 15. und 18. März  mit einem hageren Meteorschauer zu beglücken, dann bleibt der Versuch meist unbemerkt, denn die März Aquariden sind nur tagsüber aktiv.

Markante Meteorströme im März

 

Gamma-Normiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 14.03.
(25.02. - 22.03.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Delta-Pavoniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 30.03.
(11.03. - 16.04.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

 

Die Libriden leiten Mitte April Sternschnuppen durch die Ekliptik

 

Der Nordhimmel hält lediglich einen einzigen regen mit vielen Meteoren für uns bereit. Von Ende März bis zum 2. April speit der Drache mit den Tau Draconiden beinahe unbemerkt einige Meteore in den Nordhimmel. Selbst im Aktivitätsmaximum stürzen dabei höchstens 3 Meteore pro Stunde Richtung Erde. Aus den Radianten der Jungfrau quellen zeitversetzt verschiedene Virinidenschwärme Richtung Nordhimmel. Die April-Virginiden haben in der Nacht vom 7. auf den 8. April  ihr Aktivitätsmaximum, während eine Woche später sowohl die Alpha-Virginiden, als auch die Gamma Virginiden ihr Aktivitätsmaximum erreichen. Der Meteorregen in dieser Nacht vom 14. auf den 15. April  fällt enttäuschend aus, denn die überlappenden Meteorströme sorgen maximal für eine Fallrate von 3 Meteoren pro Stunde. Etwas mehr Glück  dürfte man haben, wenn man tiefer am Nordhimmel Richtung Waage blickt. Das Sternbild Waage sendet uns mit den Libriden gleich an mehreren Aktivitätsmaxima einige Meteore durch den Horizont. Das stärkste Aktivitätsmaximum der Libriden findet in der Nacht vom 17. zum 18. April statt. Durchschnittlich verglimmen dabei 5 Meteore pro Stunde in der Ekliptik. Der Meteorstrom der April Pisciden bleibt in der Regel unbemerkt, da die Meteore tagsüber in der Erdatmosphäre verglühen. Die größten Chancen eine dieser Sternschnuppen aus dem Sternbild der Fische zu beobachten hat man im Zeitraum zwischen dem 20. und 21. April . Bereits in der Nacht zuvor wirft der Kleine Bär mit den April Ursiden stündlich 2 bis 3 Meteore auf die Erde. 

Die Lyriden bringen seit Jahrhunderten viele Sternschnuppen

Die Lyriden schießen in ihrem Aktivitätsmaximum in der Nacht vom 21. zum 22. April durchschnittlich 18 Meteore in den Nordhimmel.

Markante Meteorströme im April 

 

Libriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.04.
(15.04. - 30.04.)

Lyriden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 22.04.
(16.04. - 25.04.)

Pi-Puppiden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 23.04.
(15.04. - 28.04.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Alpha-Bootiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 28.04.
(14.04. - 12.05.)

Mu-Virginiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 28.04.
(01.04. - 12.05.)

Sternschnuppen fallen im Mai fast nur tagsüber

Beinahe die Hälfte der Meteorströme sind nur tagaktiv und bleiben deshalb eher unbemerkt. Tagaktive Meteorströme sind mit bloßem Auge nur in Ausnahmefällen sichtbar. Am 9. und 10. Mai erreichen die Epsilon Arietiden ihr Aktivitätsmaximum.

Der Widder schiesst meist tagsüber verschiedene Meteorströme durch die Ekliptik auf die Erde, die aber nur in Ausnahmefällen mit bloßem Auge sichtbar sind. Ihr Aktivitätsmaximum findet am 16. und 17. Mai  statt.

Reste des Halleyschen Kometen werden im Mai zu Sternschnuppen 

Die Chance nachts meteore zu beobachten ist im Zeitraum zwischen dem 5. und 19. Mai am größten. So kreuzt die Erde zwischen dem 19. April und dem 28. Mai die Spur des Halleyschen Kometen. Das führt zu verstärkten Meteoraktivitäten mit sehr hohen Fallraten im Aktivitätsmaximum zwischen dem 5. und 6. Mai . Dieser Meteorstrom ist unter dem Namen der Eta Aquariden bereits seit über 2000 Jahren bekannt. Der Wassermann schleudert im Aktivitäts-maximum stündlich 65 Meteore durch die Ekliptik auf die Erde. Da der Eintrittswinkel sehr flach liegt, kann man diese Meteore sehr lange beobachten.

Markante Meteorströme im Mai

 

Omega-Capricorniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 02.05.
(19.04. - 15.05.)

Eta-Aquariiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 05.05.
(19.04. - 28.05.)

Eta-Lyriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.05.
(03.05. - 14.05.)

Alpha-Scorpiiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 16.05.
(01.05. - 31.05.)

Beta-Coronae-Austriniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 16.05.
(23.04. - 30.05.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Fast jede nacht im Juni ein Aktivitätsmaximum an Sternschnuppen

 

Es gibt im Juni zwar beinahe täglich ein Aktivitätsmaximum an Meteoren, aber meistens sind diese Meteorströme tagaktiv und daher mit bloßem Auge meist nicht sichtbar. Der Widder torpediert die Erde zwar mit einem heftigen Meteorstrom und schickt mit den Arietiden bis zu 54 Meteoren pro Stunde durch die Ekliptik in den Nordhimmel, aber in der Regel treten diese Meteore tagsüber in die Erdatmosphäre ein. Die Arietiden erreichen am 7. Juni  ihr Aktivitätsmaximum. Mutterkörper der Arietiden ist der Komet 96P/Machholz im Radianten des Sternbilds Widder. Die Beta Tauriden aus dem Radianten des Sternbilds Stier erreichen ihr Aktivitätsmaximum am 29./30. Juni . Der Stier schickt tagsüber immerhin durchschnittlich 30 Meteore pro Stunde durch die Ekliptik in den Nordhimmel. Auch wenn Nachtbeobachtungen von Meteoren im Juni ein besonderes Ereignis sind, dürfen geduldige Beobachter zumindest auf einige Meteore hoffen, denn es gibt im Juni fast täglich ein Aktivitätsmaximum aus verschiedenen Meteorströmen. Leider sind die Fallraten  im Juni allesamt sehr gering und erreichen im Aktivitätsmaximum selten höhere Fallraten als 5 Meteore pro Stunde. Den ersten Meteorregen schickt uns der Skorpion mit den Chi Scorpiiden, die zwischen dem 28.Mai und dem 05. Juni aktiv sind. Immerhin sind diese Meteore vergleichsweise langsam.  Am 3. Juni  fallen Meteore der Omega Scorpiiden auf die Nordhalbkugel. Vom 11. bis zum 21. Juni sind dieJuni-Lyriden aktiv. Der schwache Meteorstrom beschert uns ständig wechselnde Fallraten an Meteoren, die aus dem Sternbild Leier zu kommen scheinen. Das Aktivitätsmaximum erreichen die Juni-Lyriden am 16. Juni  und bescheren uns dabei maximal 5 Meteore pro Stunde.

Markante Meteorströme im Juni

 

Omega-Scorpiiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 02.06.
(23.05. - 15.06.)

Arietiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 07.06.
(22.05.- 02.07.)

Tau-Herculiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 09.06.
(19.05. - 19.06.)

Juni-Lyriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 16.06.
(11.06. - 21.06.)

Sagittariiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 19.06.
(01.06. - 15.07.)

Ophiuchiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 20.06.
(17.06. - 26.06.)

Tau-Cetiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 27.06.
(18.06. - 04.07.)

Juni-Bootiden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 27.06.
(22.06. - 02.07.)

Tau-Aquariiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 28.06.
(19.06.- 05.07.)

Theta-Ophiuchiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 29.06.
(04.06. - 15.07.)

Juli Aquariden entlohnen für das Warten

 

Hochsommernächte sind zur Beobachtung eher ungeeignet, weil die Nächte sehr kurz sind. Hinzu kommt noch, dass die meisten Meteorströme im Juli nur geringe Fallraten aufweisen. 
Der Steinbock sendet am 10. Juli die Sigma Capriocorniden Richtung Ekliptik. Mit etwas Glück kann man deshalb in diesem Zeitraum ein paar vereinzelte Meteore am Nachthimmel sehen. Bereits 2 Nächte später folgen aus dem gleichen Radianten die Tau Capricorniden, die aber ebenfalls meist unbemerkt in der Erdatmosphäre verglühen. In der Nacht vom 14. zum 15. Juli verglühen ein paar Meteore der Alpha Lyriden am Nordhimmel. In der Nacht vom 17. zum 18. Juli fallen einige Meteore, die der Drache mit den Omicron Draconiden Richtung Erde speit. Danach ist es erst einmal ruhig am Nachthimmel.

Erst Ende Juli gibt es wieder einen kleinen meteorregen. Der Ursprungskörper dieser als Juli Aquariiden bekannten Meteore ist nicht bekannt. Ihr Radiant liegt im Sternbild des Wassermann. Dieser sendet dann bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde Richtung Ekliptik.

 

Markante Meteorströme im Juli

 

Pegasiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 09.07.
(07.07. - 13.07.)

Juli-Phöniciden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 13.07.
(10.07. - 16.07.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Alpha-Cygniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 18.07.
(11.07. - 30.07.)

Sigma-Capricorniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 20.07.
(15.07. - 11.08.)

Piscis-Austriniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 27.07.
(15.07. - 10.08.)

Südliche Delta- Aquariiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 29.07.
(12.07. - 23.08.)

Alpha-Capricorniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 29.07.
(03.07.2016 - 15.08.)

Die Tränen de Laurentius schicken einen  Sternschnuppenregen im August

 

Die Augustnächte sind für Beobachter besonders ergiebig. Da es im August bereits etwas früher dunkel und dementsprechend später hell wird und die Nächte noch angenehm warm sind, gilt der August als der Sternschnuppenmonat. Die bekanntesten und ergiebigsten Radianten der Mutterkörper dieser Meteore liegen an Punkten des Nordhimmels, die von Deutschland aus gut sichtbar sind. Gleich die erste Augustnacht beschert Meteore im Sternbild des Steinbocks. Die Alpha Capricorniden haben ihr Aktivitätsmaximum in den ersten beiden Augustnächten und lassen Fallraten von ca. 14 meteoren pro Stunde erwarten. Bereits eine Woche später schiesst der Wassermann zahlreiche Meteoriten auf die Erde. Die in diesem Zeitraum sichtbaren meteore stammen von den Südlichen Iota Aquariden. Der Wassermann kann aber trotz seiner Feindschaft mit dem Element Feuer mithalten, wenn man seine August Aktivitäten mit denen des Pegasus vergleicht. Das Sternbild des Pegasus sendet uns gleich in den folgenden Nächten zahlreiche meteore mit einem Aktivitätsmaximum in der Nacht vom 8. auf den 9. August. In der Nacht vom 13 auf den 14. August bringen die sogenannten Laurentiustränen, die nach dem Märtyrer Laurentius benannt sind, zahlreiche meteore. Die Perseiden mit ihrem Radianten im Sternbild des Perseus stammen vom Mutterkörper des Kometen 109P/Swift-Tuttle und lassen Fallraten von ca. 100 meteoren pro Stunde erwarten. Der Meteorstrom trifft mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde auf die Erdatmosphäre. Die Perseiden sind schon sehr lange bekannt und wurden bereits vor zwei Jahrtausenden in China erstmals erwähnt.

 

Wenig Sternschnuppen in der zweiten Augusthälfte

 

Nach diesem Feuerwerk an meteoren, die als die Tränen des Laurentius bekannt sind, wird es eher ruhig am Nachthimmel über Deutschland. Mit etwas Glück verglimmen vereinzelt in der Nacht vom 13. zum 14. August noch einige meteore der Nördlichen Delta Aquariden am Himmel, aber es gehört schon etwas Glück dazu diese meteore im Radianten des Wassermanns zu entdecken. In der Nacht vom 18. auf den 19. August kann man sich mit etwas Glück noch einige meteore der Kappa Cygniden, die ihren Radianten im Sternbild Schwan haben, entdecken. Um den 25 August speit der Wassermann mit den Nördlichen Iota Aquariden noch einmal einige vereinzelte meteore auf die nördliche Hemisphäre. Die Gamma Leoniden, die uns das Sternbild Löwe sendet verglühen jedoch leider unbemerkt, weil ihr Aktivitätsmaximum am Tage liegt.

 

Markante Meteorströme im August

 

Südliche Iota-Aquariiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 04.08.
(25.07. - 15.08.)

Nördliche Delta-Aquariiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.08.
(15.07. - 25.08.)

Perseiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 12.08.
(17.07. - 24.08.)

Kappa-Cygniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.08.
(03.08. - 25.08.)

Nördliche Iota-Aquariiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 20.08.
(11.08. - 31.08.)

Pi-Eridaniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 25.08.
(20.08. - 05.09.)

Gamma-Doradiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 28.08.
(19.08. - 06.09.)

Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Alpha-Aurigiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 31.08.
(28.08. - 05.09.)

Nur vereinzelte Sternschnuppen im September

 

Nachdem der August uns mit meteoren regelrecht mit  verwöhnte, muss man im September eher auf Zufallsbeobachtungen von hoffen. Meteoriten der Alpha Aurigiden verglimmen gleich in den ersten beiden Septembernächten am Nachthimmel. In der Nacht vom 7. auf den 8. September schleudert der Wassermann mit den Gamma Aquariden ein paar wenige meteore durch die Ekliptik. Die Erde passiert die Spur des Mutterkörpers acht mal im Jahr, der Meteorstrom im September zählt jedoch zu den schwächsten. Die erst seit kurzem bekannten Aries-Trianguliden mit ihrem Radianten im Sternbild Dreieck haben ihr Aktivitätsmaximum an meteoren in der Nacht vom 11. auf den 12. September. Ab dem 11. September lohnt sich auch ein Blick Richtung Ekliptik, denn die Fische schleudern mit den Südlichen Pisciden einige meteore Richtung Ekliptik. Das Sternbild Drache speit in der Nacht vom 12. auf den 13. September einige meteore Richtung Nordhimmel. Der nächste Blick zum Nachthimmel lohnt sich dann wieder in der Nacht vom 23. zum 24. September. Die Fische schicken uns mit den Gamma Pisciden einige Sternschnuppen auf die nördliche Hemispherre.

 

Markante Meteorströme im September

 

September-epsilon-Perseiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 09.09.
(05.09. - 21.09.)

Ariiden-Trianguliden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 12.09.
(09.09. - 16.09.)

Pisciden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 20.09.
(01.09. - 30.09.)

Kappa-Aquariiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 20.09.
(08.09. - 30.09.)

Beinahe täglich ein Aktivitätsmaximum in der ersten Oktoberhälfte

 

Bereits zwischen 30. September und 04. Oktober erreichen die Sextantiden ihr Aktivitätsmaximum. Die daraus resultierenden meteore sind von Mitteleuropa aus jedoch nicht sichtbar. Vom 01. bis 05. Oktober sendet der Walfisch mit den Eta Cetiden ein paar vereinzelte meteore auf den Nordhimmel. Zwischen dem 4. und dem 9. Oktober hat man recht gute Chancen auf meteorsichtungen, denn der Schwan, der zu dieser Zeit recht hoch über dem Himmelsäquator steht, sendet mit den Oktober Cetiden gelegentlich ein paar meteore Richtung Erde. Zwischen dem 06. und 15. Oktober kann man mit den Delta Aurigiden auf vereinzelte meteore aus dem Sternbild Fuhrmann hoffen. Der Widder schleudert in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober ein paar wenige meteore durch die Ekliptik. Auch der Drache speit in der Nacht vom 9. auf den 10.Oktober mit den Draconiden ein paar vereinzelte meteore auf die nördliche Hemisphere. Anschliessend wird es vorerst still am Nordhimmel. Die paar wenigen meteore der Nördlichen Pisciden, die die Fische in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober richtung Ekliptik senden verglimmen meist unbemerkt.

 

Die Orioniden bescheren zahlreiche Sternschnuppen in der zweiten Oktoberhälfte

Erst in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober kommt es wieder zu einem bemerkenswerten Aktivitätsmaximum. Orion schickt uns aus einem Radianten mit den Orioniden bis zu 25 meteore pro Stunde auf die Nordhalbkugel. Ursache für diesen meteorregen sind Reste des Halley’schen Kometen, die in der Erdatmosphäre verglühen.

 

Markante Meteorströme im Oktober

 

Oktober-Arietiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.10.
(01.10. - 31.10.)

Draconiden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.10.
(06.10.2.- 10.10.)

Südliche Tauriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 10.10.
(10.09. - 20.11.)

Delta-Aurigiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 11.10.
(10.10. - 18.10.)

Epsilon-Geminiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 18.10.
(14.10. - 27.10.)

Orioniden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 21.10.
(02.10. - 07.11.)

Leo-Minoriden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 24.10.
(19.10. - 27.10.)

Die Leoniden senden einen Sternschnuppenregen im November

 

Auch wenn es in den ersten drei Novemberwochen fast jede Nacht ein Aktivitätsmaximum von Meteorströmen gibt, sind die Fallraten an meteoren eher rar. Gleich zu Monatsbeginn startet das lang anhaltende Aktivitätsmaximum der Südlichen Tauriden (30.Oktober bis 07.November).Gleich vier Nächte später senden die Nördlichen Tauriden mit ihrem Aktivitätsmaximum vom 4. bis zum 7. November einige vereinzelte meteore auf den Nordhimmel. Gleichzeitig entströmen aus dem Sternbild Pegasus einige meteore der Alpha Pegasiden. Nach einer kurzen pause sendet Andromeda in der Nacht vom 14. zum 15. November mit den Andromediden einige meteore Richtung Erde. Die Andromediden werden nach ihrem Mutterkörper, dem Kometen 3D/Biela auch oft als Bieliden bezeichnet. Die bekanntesten meteore des Novembers sind die Leoniden. In der Nacht vom 17. zum 18. November jagd der Löwe in seinem Aktivitätsmaximum mehrere tausend meteore durch die Ekliptik. Die zahlreichen meteore stammen vom Kometen Tempel-Tuttle. Der Radiant der Leoniden liegt im Sternbild des Löwen , etwa 10° nördlich des Sterns Regulus. Alle 33 Jahre kommt es zu einem besonderen Spektakel,nachdem der Komet das innere Sonnensystem durchquert hat. Die Hitze der Sonne löst neue Bruchstücke aus dem Kometen, die als Schweif sichtbar sind. Kreuzt der Komet dann die Erdbahn ist die Zahl der sichtbaren Leoniden-Meteore besonders groß. Es kommt zu regelrechten Meteorstürmen, wie beispielsweise im Jahre 1966. Im Jahre 1833 sollen sogar bis zu 200.000 meteore pro Stunde gefallen sein. Einst war der Leonidenstrom wesentlich aktiver als heute, weshalb in früheren Zeiten der November als Sternschnuppenmonat schlechthin galt.

 

Markante Meteorströme im November

 

Delta-Eridaniden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 10.11.
(06.11. - 29.11.)

Nördliche Tauriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 12.11.
(20.10. - 10.12.)

Zeta-Puppiden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 13.11.
(02.10. - 20.12.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Leoniden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.11.
(06.11. - 30.11.)

Alpha-Monocerotiden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 21.11.
(15.11. - 25.11.)

Sternschnuppen zum Nikolaustag

 

Die kalten langen Dezembernächte bescheren Beobachter von Meteoren reichlich Gelegenheiten. Gleich zu Beginn des Monats sendet Orion am 2. Dezember im Aktivitätsmaximum der Chi-Orioniden einige Meteore auf die Erde. Die Chi-Orioniden bleiben aber noch den ganzen Dezember über aktiv. Aus dem Sternbild Heck des Schiffes entweichen im Aktivitätsmaximum der Alpha Puppiden vom 02. - 05. Dezember in Horizontnähe einzelne Meteore über den Nachthimmel. Um den Nikolaustag schickt das Sternbild des Widder mit den Delta Arietiden bis zu 7 meteore pro Stunde durch die Ekliptik in den Nordhimmel. Am Nikolaustag erreichen die Dezember-Phoeniciniden ihr Aktivitätsmaximum. Die Anzahl der meteore durch die Phoeniciniden ändert sich jedoch von Jahr zu Jahr. Aus dem Sternbild des Einhorns entströmen am 8. Dezember im Aktivitätsmaximum der Monocerotiden einige vereinzelte meteore. In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember  lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf das Firmament. Orion schickt uns mit den Chi-Orioniden einige meteore aus dem Asteroid 2201 Oljato, während aus dem Sternbild des Kleinen Hundes durch die 11 Canis Minoriden immerhin 3 meteore pro Stunde zu erwarten sind. Eine Nacht später erglimmen aus dem Radianten der Wasserschlange die Sigma Hydriden am Himmel und sorgen für bis zu 3 meteore pro Stunde.

 

Die Geminiden schicken einen Sternschnuppenregen

 

Der 13.Dezember belohnt geduldige Beobachter  mit einem ganzen meteorregen. Das Sternbild der Zwillinge streut mit den Geminiden bis zu 100 meteore pro Stunde in den Nordhimmel. Der Radiant der Geminiden liegt knapp nördlich des hellen Sterns Castor. Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom des Jahres. Im Gegensatz zu anderen meteorströmen lassen die Geminiden sich auch schon in den Abendstunden beobachten. Die Aktivität der Geminiden hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht und übertrifft inzwischen jene der Perseiden im August. Im Dezember 2013 konnten Fallraten von bis zu 140 meteore pro Stunde gezählt werden. Am 19. Dezember schleudert der Löwe mit den Dezember-Leonis-Minoriden im Aktivitätsmaximum noch einmal bis zu 5 meteore pro Stunde durch die Ekliptik in den Nordhimmel.

 

Die Ursiden erscheinen in der Nacht vor dem Heiligen Abend

 

In der Nacht vor dem Heiligen Abend kommt es noch einmal zu einem besonderen Highlight am Nachthimmel. Am 23. Dezember ereichen die Ursiden ihr Aktivitätsmaximum und schicken aus ihrem Radianten im Sternbild Kleiner Bär durchschnittlich 10 meteore pro Stunde  auf die Erde, es sind Bruchstücke des Kometen 8P/Tuttle .

 

Markante Meteorströme im Dezember

 

Chi-Orioniden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 02.12.
(25.11. - 31.12.)

Dezember-Phoeniciniden
irreguläre Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 06.12.
(28.11. - 08.12.)

Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Puppiden-Veliden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.12.
(01.12. - 15.12.)
Nur auf der Südhalbkugel sichtbar!

Monocerotiden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 08.12.
(27.11. - 17.12.)

Sigma-Hydriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 11.12.
(03.12.- 15.12.)

Geminiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 13.12.
(07.12. - 17.12.)

Comae-Bereniciden
schwache Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 15.12.
(12.12. - 23.01.)

Dezember-Leonis-Minoriden
mittlere Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 19.12.
(05.12. - 04.02.)

Ursiden
starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 23.12.
(17.12. - 26.12.

 

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